Experiment zur digitalen Baukultur

Diese Bilder von «Architekturen» wurden vollständig, autark und spezifisch von einer künstlichen Intelligenz «entworfen». Sie sind das Zwischenergebnis meines Stegreif-Experiments zum K.I-unterstützen Entwerfen.

Auf Basis der Begriffe «Baukultur», «Schwarzwald», «Stadtplanung», «Nachhaltig» und «Digital» hat die K.I. (in diesem Fall die von Wombo) eine sehr umfangreiche Datenbank nach humanen künstlerischen Auseinandersetzungen mit diesen Themen abgeglichen und in lernenden Feedbackloops eine Art Basisbild erzeugt. Dieses Bild hat die K.I. dann nach meinen Spezifizierungen um territoriale («Rural», Urban», «Stadt», «Quartier»…) und perspektivische («Lageplan», «Grundriss», «Fassade»…) Komponenten nach der oben beschriebenen Methode ergänzt.

 

Und das ist jetzt K.I.-Architektur? Sicher nicht, letztendlich sind es nur Bilder. Sie unterscheiden sich klar vom regelbasierten digitalen Entwerfen, das auf Algorithmen beruht und wesentlich weitere Steuerungsmöglichkeiten aufweist und anwendungsbezogen Problemstellungen löst. Das Interessante an diesen Bildern sind aber die (kreativen?) Entscheidungen die die K.I. trifft. Das, was als «zentrale Entwurfsentscheidungen» den kreativen Prozess in seinem Wesen ausmacht, funktioniert hier digital.

 

Natürlich ist das kein Gebäude, aber die Ästhetik ist auf jeden Fall verblüffend. Auch inhaltlich ist das durchaus interessant: Das Fundament der K.I. ist die repräsentative Vielzahl an humanen Auseinandersetzungen mit dem Thema. Das heisst man könnte schon davon sprechen, dass die Ergebnisse das Abbild eines kollektiven humanen Verständisses von spezifischen architektonischen Themen sind. Das macht sie – und das klingt jetzt wirklich freaky – tatsächlich zu einer Art (Bau)kulturellen Bild.